San Casciano in Val di Pesa
Im Besitz des florentinischen Bischofs, der zurück geht bis zur Stadtgründung, wurde San Casciano im XIII. Jahrhundert der florentinischen Republik einverleibt und anschließend verstärkt, indem es zu einem Verteidigungsschloss gegen die aus dem sienesischen Umland kommenden Gefahren wurde. Noch heute sind beträchtliche Spuren des Mauerrings und der mittelalterlichen Türme zu erkennen. Das Museum der Heiligen Kunst, hergerichtet im Inneren der Kirche S. Maria del Gesù, umfasst beachtenswerte aus der Region stammende Kunstwerke. Die zwei wichtigsten Werke sind sicherlich das dargestellte Antependium von Coppo di Marcovaldo mit dem Erzengel San Michele und die Geschichte seiner Legende sowie die Madonna mit dem Kind von A. Lorenzetti. Zu den Hauptdenkmälern zählt die Kollegiatkirche und die Kirche der Barmherzigkeit, die eine Vielzahl an Kunstschätzen birgt, unter anderem ein Kruzifix von Simone Martini. Die in diesem Gebiet vielen vorhandenen Kirchen bezeugen die Wichtigkeit von S. Casciano im Mittelalter und lohnen einen Besuch. So die Pfarrkirchen der S. Cecilia in Decimo, des S.Giovanni in Sugana, des S. Stefano in Campoli. Unter den vielen Villen in der Umgebung von S. Casciano weisen wir auf die Villa i Collazzi und die Villa Tattoli in der Nähe von Cerbaia hin. Sehr bekannt ist auch die Villa Bossi-Pucci, genannt L’Albergaccio, in S. Andrea in Percussina, berühmt für den Aufenthalt von Niccolò Machiavelli.






